
Future-Journey: Zukunft gestalten mit der Heldenreise
Die Future-Journey basiert auf dem Erzählmuster der Heldenreise nach Joseph Campbell – ein Konzept aus Literatur und Film. Dieses Modell mit zwölf Phasen nutzen Zukunftsdesigner, um Unternehmen bei der Entwicklung und Kommunikation ihrer Zukunftsvisionen zu unterstützen. Dabei wird das klassische Muster umgedreht: Zuhörer werden in eine inspirierende Zukunft versetzt, um Motivation und Engagement zu fördern. Diese Visualisierung gibt den Menschen ein konkretes Ziel. Jede Phase der Heldenreise spiegelt eine Etappe wider – von der Erkennung von Innovations-Chancen über die Überwindung von Herausforderungen bis zur Einführung neuer Lösungen. So kann beispielsweise die »Weigerung des Rufs« für das anfängliche Zögern bei notwendigen Veränderungen stehen, während die »Belohnung« den Erfolg durch eine bahnbrechende Innovation symbolisiert. In der »Rückkehr mit dem Elixier« sind zukünftige Herausforderungen gemeistert worden und bringt innovative Lösungen zurück in den Markt. Die »Auferstehung« beschreibt die Überwindung existenzieller Ängste und die daraus resultierende Transformation. Die Future-Journey schafft eine zukunftsorientierte Erzählung, die Teilnehmer*innen motiviert und auf gemeinsame Ziele ausrichtet. Durch die Projektion in eine erfolgreiche Zukunft entsteht ein Gefühl der Erwartung und Aufbruchsstimmung – ein starker Antrieb für die Verwirklichung der Vision.
Future-Journey im Wuppertaler Schauspielhaus
Im Foyer des stillgelegten Schauspielhauses, dem künftigen Pina Bausch Zentrum, entwickelten Schüler*innen aus drei Schulen Zukunftsvsionen für das Jahr 2040. Die Zukunftswerkstatt brachte Klassen des Berufskollegs Barmen, des Städtischen Gymnasiums Sedanstraße und des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums zusammen.
Die Ergebnisse, präsentiert in fünfminütigen Future Pitches, zeigten klare Zukunftswünsche: Weniger Autoverkehr, mehr Grünflächen, pünktlichere öffentliche Verkehrsmittel und innovative Ideen wie eine begrünte Schwebebahn.
Im Bereich Energie betonten die Schüler*innen die Notwendigkeit, die Angst vor Veränderungen zu überwinden und setzten auf Aufklärung durch eigene Informationsfilme. Beim Thema Ernährung plädierten sie für weniger Fleischkonsum und experimentierten mit alternativen Nahrungsquellen wie Insekten. Städtische Flächen könnten für urbanen Gartenbau genutzt werden, obwohl Bürokratie und Vandalismus als Herausforderungen genannt wurden.
Ein innovativer Vorschlag aus dem Bereich neue Ökonomie war die Einführung eines »Brutto-Wuppertal-Produkts« zur Bewertung der lokalen Wirtschaft. Zudem schlugen Schüler die Schaffung einer lokalen Währung, des »Wupper Talers«, vor.
Die Moderatoren Holger Bramsiepe und Klaus Kofler von der Future Design Akademie ermutigten die Schüler*innen, mutig neue Ideen zu entwickeln. Bettina Milz, Koordinatorin des Pina Bausch Zentrums, betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Ortes als offenen Kulturraum für die Zukunftsgestaltung.
Zu den einzelnen Ergebnissen bitte auf einen der »Future Butterflys« klicken:
»Future Butterfly«
ERNÄHRUNG
»Future Butterfly«
NEUE ÖKONOMIE
»Future Butterfly«
STADTGRÜN
»Future Butterfly«
MOBILITÄT
»Future Butterfly«
ENERGIE