Rezeptidee für den Monat MÄRZ
Rezeptidee
für den Monat
MÄRZ


Der Monat März markiert den Übergang vom Winter zum Frühling, und auch in der Landwirtschaft beginnt allmählich die neue Erntesaison. Während noch einige typische Wintergemüsesorten verfügbar sind, kommen erste Frühlingsgemüse hinzu. Auch wenn der Winter langsam endet, sind einige robuste Gemüsearten immer noch frisch vom Feld erhältlich:
- Grünkohl: Er ist bis in den März hinein erntereif, besonders in Norddeutschland.
- Rosenkohl: Die kleinen Kohlröschen trotzen der Kälte und werden im Süden Deutschlands oft bis Anfang März geerntet.
- Feldsalat: Als winterhartes Blattgemüse ist er in milden Regionen noch bis in den Frühling verfügbar.
- Lauch (Porree): Er übersteht frostige Temperaturen und gehört zum typischen Wintergemüse, das bis März geerntet wird.
- Schwarzwurzel: Auch als «Winterspargel« bekannt, bleibt sie bis in den März hinein eine Delikatesse.
Mit steigenden Temperaturen beginnt langsam die Ernte von ersten Frühlingsgemüsesorten:
- Spinat: Ab März wird der erste frische Spinat geerntet, insbesondere aus geschützten Anbauflächen.
- Bärlauch: Dieses würzige Wildkraut wächst in feuchten Wäldern und ist ab März verfügbar.
- Rhabarber: Zwar oft als Obst betrachtet, ist Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse. Die ersten Stangen werden Ende März geerntet.
Neben der aktuellen Ernte gibt es viele Gemüsearten aus dem Lager, die in Deutschland auch im März noch verkauft werden, darunter Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Weißkohl und Kürbis.
Da wir ein Gericht mit Sauerkraut vorstellen, hier ein paar interessante Fakten:
Sauerkraut ist eines der ältesten fermentierten Lebensmittel der Welt und hat eine lange Kulturgeschichte, die verschiedene Kontinente und Epochen umfasst. Es ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel in vielen Ländern, sondern auch ein Symbol für Tradition, Haltbarkeit und gesunde Ernährung.
Die Wurzeln des Sauerkrauts reichen bis nach China zurück. Bereits vor über 2.000 Jahren fermentierten die Chinesen Kohl in Reiskleie und Salz, um ihn haltbar zu machen. Es wird vermutet, dass diese Methode durch die Nomadenvölker oder über die Seidenstraße nach Europa gelangte.
Die alten Griechen und Römer kannten ebenfalls fermentiertes Gemüse. Der römische Autor Cato der Ältere beschrieb in seinen Schriften verschiedene Methoden zur Haltbarmachung von Kohl. Die Römer brachten das Wissen über die Fermentation nach Mitteleuropa, wo es später perfektioniert wurde.
Im Mittelalter wurde Sauerkraut in Mitteleuropa immer beliebter. Es war ein wichtiges Lebensmittel für Bauern und Seefahrer, da es lange haltbar war und reich an Vitamin C – ein Schutz gegen Skorbut. Besonders die deutsche und osteuropäische Küche übernahmen die Fermentierungstradition und machten Sauerkraut zu einem festen Bestandteil der Ernährung.
Mit der europäischen Expansion im 18. und 19. Jahrhundert verbreitete sich Sauerkraut auch in die Neue Welt. Deutsche und niederländische Einwanderer brachten es nach Nordamerika, wo es heute noch ein wichtiger Bestandteil vieler Gerichte ist. Während der Weltkriege wurde es aufgrund seiner Nährwerte und Haltbarkeit als Soldatenverpflegung genutzt.
Heute erlebt Sauerkraut eine Renaissance, insbesondere in der gesundheitsbewussten Ernährung. Die probiotischen Eigenschaften, die durch die Milchsäuregärung entstehen, machen es zu einem geschätzten Lebensmittel für die Darmgesundheit. In der internationalen Küche findet es immer neue kreative Einsatzmöglichkeiten, von asiatischen Fusion-Gerichten bis hin zu veganen Variationen.
Sauerkraut ist somit weit mehr als ein traditionelles Lebensmittel – es ist ein kulturelles Erbe, das die Geschichte der Menschheit widerspiegelt und bis heute geschätzt wird.
(Abbildung: designed by Freepik)
Das KLIMA-MAHL MÄRZ-Rezept (für 4 Personen):
Vegane Schupfnudeln mit Sauerkraut und Champignons

Schupfnudeln
900 g Kartoffeln mehlig
160 g Weizenmehl
30 g Kartoffelmehl
1 TL Salz
Prise Muskatnuss
1. Zunächst die ganzen Kartoffeln für ca. 20 Minuten (je nach Größe) in Salzwasser garkochen. Anschließend abgießen und kurz ausdampfen lassen.
2. Danach sofort pellen und mit einem Kartoffelstamper oder einer Gabel stampfen. Die Masse etwas auflockern und zu Ende ausdampfen lassen.
3. Später dann Mehl, Kartoffelmehl, Salz und Muskatnuss mit den gepressten Kartoffeln verkneten.
4. Den Teig dann in vier Stücke schneiden und die Stücke auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 5 cm dicken Rollen formen. Mit einem Messer in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit den Handflächen zu Schupfnudeln rollen.
5. Einen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen und die Schupfnudeln vorsichtig in das heiße Wasser gleiten lassen. Etwa 5 Minuten garen, bis sie oben schwimmen. Dann mit einer Schaumkelle herausnehmen, auf einem Kuchengitter verteilen und abtropfen lassen.
6. Die Schupfnudeln in etwas Öl oder veganer Butter knusprig anbraten und mit Sauerkraut und Pilzen servieren.
Sauerkraut & Champignons
5 EL Rapsöl
500 g Champignons
1-2 EL Soja-Sauce
2 Zwiebeln fein gewürfelt
2 TL Kümmel
800 g Sauerkraut
etwas Salz
etwas schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1. Pilze in Scheiben schneiden. Etwas Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze bei hoher Hitze ca. 3 Minuten scharf anbraten. Dann wenden und weitere ca. 3 Minuten goldbraun braten. Anschließend mit Soja-Sauce ablöschen, kurz ziehen lassen. Dann aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller legen.
2. Die Zwiebeln fein würfeln und zusammen mit etwas Rapsöl und Kümmel in die Pfanne geben und ca. 1-2 Minuten anbraten. Die Schupfnudeln dazu geben und bei mittlerer Hitze 5 Minuten von allen Seiten goldbraun braten.
3. Zuletzt das Sauerkraut und die angebratenen Pilze zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut vermengen und kurz schmoren lassen.
4. Nach Belieben mit veganem Parmesan, frischen Lauchzwiebelringen und fein gehackter Petersilie servieren.
Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!